03 Reisebericht: Küste von Maryland, Virginia & North Carolina (Outer Banks)

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Reisezeit: 2. - 14. März 2013

Gefahrene Kilometer: 1'659 Kilometer

Besuchte Staaten: Maryland, Delaware, Virgina, North Carolina

Durchschnittstemperatur tagsüber: ca. 5 Grad bei starkem Wind

Sind gut in Baltimore angekommen – haben den Land Rover mit Problemen aus dem Hafen geholt – halten Bagheera von Starallüren fern - haben wilde Pferde gesehen – haben den ersten USA Sturm überstanden – haben uns in die Standheizung verliebt – sind entlang dem Strand gefahren - hatten unfreiwillige Wasserdurchfahrten

Es war endlich soweit und wir standen am Flughafen in Zürich. Unser Flug nach Baltimore über London verlief ohne Probleme, wir kamen dank dem Rückenwind sogar 1 Std früher an. Auch die Immigration durchliefen wir ohne Hindernisse. Wir verbrachten 2 lazy days im Hotel Comfort Suites und machten nichts ausser lang warm duschen und viel TV schauen.

 

Montag war der grosse Tag und wir konnten unseren Landy im Hafen abholen. Mit dem Taxi fuhren wir vom Hotel bis zum Spediteur Pride International. Da erhielten wir innert 3 Minuten die nötigen Papiere und ich fuhr mit dem Escort Service in den Hafen, währendessen Mike im Pride Office mit unserem Gepäck gewartet hat.

 

Um es kurz zu machen: es kam nicht ganz so wie geplant: Erst hiess es, dass unser Auto einen „Custom Hold“ hat und daher nicht ausgelöst werden kann. Dann war doch alles ein Versehen und ich konnte endlich zu Bagheera gehen und alles kontrollieren. Standesaufnahme: Es fehlt das Nummernschild hinten, welches gewaltsam entnommen wurde – vielen Dank an den Dieb!! Vollidiot! Und noch Schlimmer, die Herren vom Hafen haben tatsächlich unsere Autoschlüssel verloren. Wie kann das nur passieren? Langes hin und her telefonieren um den Schadensfall aufzunehmen und ich konnte nach mehr als

3 Stunden mit dem Ersatzschlüssel aus dem Hafen fahren. 

 


Begleitet von gutem aber kaltem Wetter fuhren wir zum nächsten Camping und erledigten unseren ersten Lebensmitteleinkauf. Hier kam die nächste Herausforderung: Immer schön die kleinste Packung von allem finden, damit auch alles in unsere Staufächer passt. Normalgrösse hier in den USA ist ja bekanntlicherweise nicht gleichgross wie in der Schweiz.


Mittlerweile haben wir festgestellt, das Bagheera hier in den USA zum Shootingstar wird. Alle wollen ein Foto von ihr machen, sogar die Police Officers fotografieren sie mit dem Handy während der Fahrt! Wir werden überall auf den „Truck“ angesprochen und nach unserem Vorhaben gefragt.

Als wir uns von den Hafen-Strapazen einigermassen erholt  haben, fuhren wir Richtung Küste, genauer gesagt in den Nationalpark Assateague Island. Diese 60km lange Düneninsel zieht sich durch die Staaten Maryland und Virginia und ist vor allem für die wilden Pferde bekannt. Schon bei der Parkeinfahrt sahen wir die ersten Pferde – cool! Wir übernachteten auf dem komplett leeren Campingplatz im State Park und überstanden die kalte Nacht dank unserer Standheizung ohne Probleme.

Am nächsten Tag wurde der Wind immer stärker und es fing an wie aus Kübeln zu regnen. Das muss also der vorhergesagte Wintersturm Saturn sein: Windböen über 100h/km und Regen gemixt mit Schnee. Bei dem Wetter und Wind wollen wir nicht raus, also machten wir es uns im Innenraum gemütlich: lesen, häkeln, DVD schauen etc. Abends wurden wir praktisch in den Schlaf gewiegt: Der Landy schüttelte bei jeder Windböe.


Bei 3 Grad Kälte und starkem Wind machten wir am nächsten Tag einen Ausflug an den endlos langen Strand….traumhaft schön und keine Leute, aber zu unserer Enttäuschung sahen wir keine Pferde mehr.

 

Weiter ging die Fahrt nach Virginia Beach. Um dahin zu gelangen, fuhren wir über und durch den Chesapeake Bay Bridge-Tunnel. Mit einer Länge von 37km ist dies eine der grössten Brücken-Tunnel-Bauten der Welt.

 

Als nächsten Etappenziel standen die Outer Banks in North Carolina auf dem Plan. Die Outer Banks ist eine 160km lange Kette aus Düneninseln und ist vom Festland durch verschiedene Meeresengen und Wasserstassen abgetrennt.  Im Sommer ist hier Hochbetrieb und im Winter alles ein wenig ausgestorben.


Im Visitor Center haben sie uns vorgewarnt: die Winde sind immer noch sehr stark und auf teils Inseln ist wegen des Hochwassers kein Durchkommen. Auf der nördlichen Insel im Ort Kill Devil Hills machten wir es uns auf einem Camping gemütlich. In unserer ersten Woche "On the Road", hatten wir täglich Programm und hier hatten wir das erste Mal das Gefühl angekommen zu sein.

 

Früh morgens bei starkem Wind besichtigten wir mutterseelenallein das Memorial der Luftfahrt Pioniere der Brüder Wrights. Auf dem Hügel starteten die Brüder 1903 den ersten kontrollierten gesteuerten Motorflug.

 

Später fuhren wir zur nördlichsten Ortschaft der Outer Banks nach Corrolla. Hier ist es erlaubt mit 4x4 Fahrzeuge den fast 20km langen Strand hoch und runter zu fahren.

Das Highlight nebst dem Strandfahren sind die hier lebenden wilden Mustang Pferde. Wir hatten Glück und sahen 2 Pferde direkt am Strand. 

 

Während unserer Weiterfahrt auf dem bekannten Highway 12 war die Strasse unzählige Male überflutet und wir hatten einige Wasserdurchfahrten. Die Häuser standen unter Wasser und überall waren die Leute mit Sandschaufeln beschäftigt.

 

Kurz vor der Hatteras Island gab es eine Autokolone und wir staunten nicht schlecht, als wir sahen, dass die Wellen direkt auf dem Highway landeten. Hier geht’s frühestens um 9 Uhr abends weiter, wenn die Flut vorüber ist.

 

Wir entschlossen uns umzudrehen und fuhren stattdessen auf die Roanoke Island. Tags drauf wurde die Strasse dann wieder geöffnet und wir erreichten unser nächstes Etappenziel: ein Camping direkt hinter den Dünen in Rodanthe.

Eine stündige Fährenüberfahrt brachte uns von Hatteras Island nach Ocracoke. Diese kleine Insel besteht zu 80% aus Strand und Dünen. Das kleine Village hat seinen Charme, hier sucht man vergebens einen McDonald oder anderes Kettenrestaurant. Der Ort ist ein Surferparadise, nur leider sind wir zur falschen Jahreszeit hier. Nicht mal einen Drink konnten wir in einem der Bars oder Restaurant trinken – alles war zu. Für uns war es an der Zeit die Outer Banks zu verlassen und mit einer 2.5 stündigen Fährenfahrt wieder auf Festland zu fahren.

 


Nach einem kurzen Abstecher in den Croatan National Forest und der Besichtigung des Battleship North Carolina war unsere Zeit an der North Carolina Küste vorbei. Wir ziehen weiter in den Süden nach South Carolina. Getreu nach dem Motto: Smiling Faces, Beautiful Places!!

Fazit der ersten 2 Wochen:

Die Küstenlandschaft von Maryland hat uns sehr gut gefallen und wäre der Sturm nicht gewesen, dann hätten wir bestimmt paar Tage länger da verbracht.

 

Die Outer Banks waren wirklich ein Highlight, sind zu dieser Jahreszeit aber total ausgestorben. Vieles ist geschlossen und wenig Campinggrounds haben offen. 


Der Start unserer Reise ist gelungen, auch wenn wir ein wenig Startschwierigkeiten im Hafen hatten. Wir haben uns bereits wieder ins Campingleben eingelebt und geniessen die Natur in vollen Zügen. Trotzallem waren wir bei diesen kalten Temperaturen und teilweise schlechtem Wetter extrem froh, dass wir es uns im Landy-Innenraum gemütlich machen konnten. Und dank unserem Spirituskocher mussten wir nicht einmal raus um zu kochen. (Übrigens Spiritus/Brennsprit Kocher sind hier in den USA weniger bekannt. Wir fanden das Denatureded Alcohol, so nennen sie es hier, nach langem Suchen im Hardware Store in der Malerabteilung)

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